Rechenzentren in der warmen Jahreszeit
Kaum zu glauben aber wahr: Man kann im Sommer Rechenzentren durch den Einsatz einer sogenannten Absorptionskältemaschine mit Fernwärme kühlen. Das funktioniert so: Die Leitung der zu kühlenden Flüssigkeit wird durch einen Raum geführt, in dem starker Unterdruck herrscht. Dort wird auf die Leitung Wasser gesprüht, das wegen des Unterdrucks verdunstet und so der Flüssigkeit Wärme entzieht. Der entstehende Wasserdampf wird in ein zweites Gefäß geleitet, in dem sich ein stark hygroskopisches Medium befindet, das diesen aufnimmt. Das Medium wird dabei natürlich kontinuierlich verdünnt - das Wasser muss also wieder "ausgetrieben" werden. Unter Zuführung von Wärme wird das Medium nun soweit erhitzt, das das Wasser entweicht und die ursprüngliche Konzentration wieder hergestellt wird. Das Medium kann dann nach Außenluftkühlung wieder dem Kreislauf zugeführt werden. Die benötigte Wärme zum Austreiben des Wassers ist im Sommer billig zu haben. Fernwärme, beispielsweise aus der Abwärme eines Kraftwerks, ist dann fast umsonst erhältlich. Aus überschüssiger Wärme wird mit geringem Energieaufwand Kälte im Rechenzentrum.
Ist das ein Märchen, eine Utopie, oder gibt es das tatsächlich? Das gibt es beispielsweise in einem der großen Rechenzentren der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg - also bei einem Kunden von FUJITSU. Ziemlich coole IT in der BA, oder?
Gruss
BK